Tierische Nahrung:
Lebendfutter kann aus der Zoohandlung, der eigenen Zucht oder vom Rasen im Garten stammen. Verabreicht werden kann eigentlich Alles was die Tiere bewältigen können. Bei Tieren vom eigenen Rasen oder
Wiesen sollte jedoch bedacht werden, dass die Flächen gedüngt sein könnten und voll mit Pestiziden sind, was schädlich für die Tiere ist. Sollte man versuchen sich seine Futtertiere selbst zu
züchten, braucht man viel Glück und Zeit, dass die angehenden Futtertiere die Brut und Zucht überleben, da der Zeitraum bis zur Schlüpfung und die Zeit bis sie eine geeignete Größe erhalten recht
lange ist.
Als Hauptfuttertiere eignen sich besonders gut Heimchen, Grillen und Heuschrecken in entsprechender Größe. Man kann auch noch weitere Tiere verfüttern, darauf werden wir aber noch eingehen. Nicht
verzehrte Tiere sollten Abends aus dem Terrarium entfernt werden, da sie vor allem Jungtiere während dem Schlag anknabbern könnten. Tote Futtertiere sind eine Parasitenquelle.
Hat man sich seine Futtertiere besorgt, sollten sie umgesiedelt werden, denn zu kaufen gibt es die Tiere in kleinen Plastikschachteln. Daraus sollten sie entfernt werden und in eine Faunabox oder
ähnliches umgesiedelt werden. Das steigert die Lebenszeit der Futtertiere. Ebenso kann man sie so besser versorgen, was sehr wichtig für die Bartagame ist, denn über die Futtertiere nehmen Bartagame
zusätzlich Vitamine und Mineralien auf. Deswegen muss man die Futtertiere mit Mineralien und Vitaminen anreichern. Dazu kann man sogenanntes Vitaminpräparat als Einstreu für die Faunabox verwenden.
Ebenso sollte man ein Schälchen mit Wasser und Minaralzusatz (z.B. Auqua Crystal Gel) dazu stellen. Außerdem kann man sie mit Gemüse, Salat und Obst füttern.
Neben den Hauptfuttertieren, die bei Jungtieren täglich und bei adulten Tieren 2-3 mal die Woche verabreicht werden sollen, gibt es auch noch andere Futtertiere, die man zusätzlich
verabreichen kann. In großen Zoohandlungen werden Mehlwürmer, Zophobas und Wachsmottenlarven angeboten. Diese Tiere sollte man nur vorsichtig und höchstens einmal pro Woche verfüttern, auch wenn sie
sich mit diesen Tieren bei ihrem Bartagam beliebt machen. Diese Arten von Futtertieren sind sehr fetthaltig und ihr dicker Panzer aus Kalzium und Phosphor kann zu Verstopfungen führen. Die
geeigneteste Art als Zusatzfuttertiere sind die Zophobas, da die Nährwerte von Zophobas höher sind. Vor dem Verfüttern sollte jedoch der Kopf der Würmer abgetrennt werden, da dieser sehr hart ist und
beim Verzehr das Tier innerlich verletzen kann. Mit Wachsmottenlarven kann man Tiere, die die Nahrungsaufnahme verweigern wieder zum Fressen animieren.
Stellt sich nun nur noch die Frage wie viele Futtertiere man verabreichen sollte? Wie schon erwähnt, die Zusatzfuttertiere nur ca. 1-2 mal die Woche. Bei den Hauptfuttertieren ist es falsch so viele
Futtertiere zu verfüttern, wie das Tier fressen kann, denn dann wird das Tier schnell an Übergewicht leiden. Die genaue Menge sollte jeder Halter für sich selbst Bestimmen. Natürlich kommt es auch
auf die Größe der Futtertiere an, aber man sollte sein Tier beobachten und dann entscheiden ob man die verfütterte Menge erhöht oder verringert. Grundsätzlich kann man sich an die Richtlinie, bei
Jungtieren 5-6 Heimchen pro Tag und bei adulten Tieren 1-2 große Heuschrecken an den Futtertagen, halten.