Aufzucht von Jungtieren

Tag der Schlüpfung

Nach 50-90 Tagen beginnen die ersten jungen Bartagame zu schlüpfen, je nach Bruttemperatur. Man sollte das Schlüpfen nicht erzwingen wollen, die Dauer der Inkubation kann stark variieren. Kurz vor der Schlüpfung kann es vorkommen, dass sich die Eier leicht verfärben und durch das
Leben und die Wärme in ihnen sich Tröpchen an der Außenhülle der Schale bilden. Die Jungtiere versuchen sich nun mit ihrem Eizahn aus dem Ei und der Eihülle zu befreien. Ist der Vorgang der Schlüpfung abgeschlossen, bildet sich dieser Eizahn wieder zurück. Der Vorgang des Schlüpfens kann sich bis zu einem Tag hinziehen. Dabei kommt die Nase zuerst, danach der Kopf und anschließend der Rumpf. Man sollte darauf achten das die Nase der Jungtiere komplett aus der Eierschale herausragt, damit die Tiere nicht ersticken können.

 

Bis alle Jungtiere aus einem Gelege geschlüpt sind, können bis zu 2 Wochen vergehen, es kann aber auch in wenigen Tagen geschehen sein. Am Tag der Schlüpfung sollte man die frisch geschlüpften Tiere noch in eine Heimchenschale setzten, getrennt von den anderen. Als Einlage kann man feuchtes Küchenpapier verwenden. Nun brauchen die Tiere viel Ruhe, damit sie sich vom Schlupf erholen können. Dazu sollte man die Tiere an einen ruhigen dunklen Ort stellen. Die Tiere brauchen
die ersten 1-2 Tage noch kein Futter, sie zehren aus ihren Reserven im Dottersack. Der Dottersack hängt meist am Bauch der Tiere und fällt nach ein paar Tagen ab.

 

Nach der Schlüpfung

Sind alle Babys geschlüpft, brauchen die Tiere erst einmal Ruhe, denn dieser Vorgang ist für sie sehr anstrengend. Dazu sollten sie in ein bereits vorbereitetes Terraium mit besten Haltungsbedingungen umgesiedelt werden. Dies sollte nur geschehen, wenn die Bachdecke der Babys vollständig geschlossen ist. Ist dies nicht der Fall sollte man sie zuerst in einer anderen Behausung, welche warm gehalten und mit etwas feuchtem Küchenpapier ausgelegt ist, unterbringen. Wichtig ist, dass die Babys ihr eigenes Terrarium erhalten. Dies dient als Schutz, denn adulte Bartagame, die eigenen Eltern mit eingeschlossen, könnten die Babys als Futtertiere betrachten und sie fressen.

Besonderer Aufmerksamkeit gilt ab der ersten Woche der UV-Versorgung der Tiere. Von Beginn an sollten die Tiere bestmöglich mit UV versorgt werden um einer drohenden Rachitis vorzubeugen. Außerdem ist der Hygiene höchste Aufmerksamkeit zu geben um Parasiten zu
vermeiden. Jungtiere sind besonders anfällig dafür. Am besten lassen sich Parasiten in den Wundwinkeln oder den Augen der Jungtiere zu erkennen.

Die Einrichtung der Aufzuchtsterraien sollte eher spartanisch und praktisch sein, dennoch den Tieren aber alles bieten. Möglichkeiten zum Verstecken und zum Sonnen sollten gegeben sein. Als
Verstecke können hier kleine Papierschachteln oder Küchenrollen dienen. Steine eignen sich besonders zum Sonnen, da diese sich aufheizen. Bei der Wasserschale muss man vorsichtig sein. Die Wasserschale sollte leicht zu erreichen sein, d.h. sie darf nicht zu hoch sein damit die Tiere sie erreichen können. Dies hat auch den Vorteil das die Schale nicht so tief ist und die Tiere darin ertrinken können, da sie noch eher schwach auf den Beinen sind. Hierfür eignen sich besonders Flaschendeckel.

In den nächsten Woche sollte man die Tiere ständig kontrollieren. D.h. man muss überprüfen und sicherstellen das alle Tiere fressen und sich richtig ernähren. Dazu sollte die Größe und das Gewicht der Tiere notiert werden zur Kontrolle. Abgeben sollte man die Tiere erst nach einem Lebensalter von ca. 2-3 Monaten und mindestens 20 Gramm Körpergewicht.

Ab jetzt sollte man die Hygiene- und Pflegemaßnahmen, welche hier beschrieben sind, einhalten. Zur Fütterung sollten Sie hier und zur Haltung unter dem Punkt Terrarium weiterlesen. 

Der Kurze Überblick:

Update: 18.07

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